¡Hola amigos!

Thursday, June 29, 2006

Estoy en Guatemala! (Ich bin in Guatemala, fuer die Dummen...)

Uebrigens habe ich noch Bilder auf den Blog geladen von San Cristobal de las Casas, meinen Freunden dort und von den Lagos de Montebello.

Endlich habe ich wieder mal Zeit was in den Blog zu schreiben. Doch von vorne:

Zu den Lagos de Montebello ging ich mit einem Oesterreicher, dem Gerhart. Er war in der selben Herberge wie ich. Die Seen liegen nahe der guatemaltekischen Grenze. Es sind ca 80 bis 90 Seen, alle wunderschoen im gruenen Urwald eingebettet. Und alle haben unglaublich klares Wasser, das in der Sonne in allen Blau- bis Gruentoenen schimmert. Ich habe noch nie so klares Wasser gesehen...
Wir waren 1 Tag dort, in einem Ort Namens Tziscao und unsere Herberge lag direkt an einem See. Wir waren warscheinlich die einzigen Turisten dort zu dieser Zeit. Im Ort hat es vielleicht 2-3Herbergen. Es regnete aber ziemlich viel und wir hatten relativ Glueck, dass wir an einem Tag ein paar Seen und die Mayaruine Chinkultic besichtigen konnten. Von der Ruine aus hatten wir einen einmaligen Rundblick auf die Maisfelder und Waelder. In Chiapas leben die meisten Menschen von der Landwirtschaft. Jeder kleine Flecken Land wird genutzt um Mais anzubauen.
Wir machten uns dann am folgenden Tag schon wieder auf den Weg. Gerhard blieb in Mexiko und ging zur Pazifikkueste. Ich dagegen zur Grenze von Guatemala.

Das war gestern. Ich kam am Abend bei Sonnenuntergang am Lago Atitlan an. Der See liegt in einem Kessel umgeben von Bergen und Vulkaenen. Die Strasse windet sich in Kurven, vorbei an Seen zum Ort Panajachel hinunter, der direkt am See liegt. Diese letzte Strecke musste ich in einem offenen Fahrzeug zuruecklegen, dafuer war das Panorama umso eindruecklicher. Die Sonne ging gerade hinter den Vulkanen unter und die Wolken am Horizont und ueber den Vuklanen waren alle gelblich-roetlich getaucht. Das entschaedigte fuer die lange Fahrt.

Hier in Guatemala gibts nur heruntergekommene Busse. Keine 1.Klasse-Busse, wie in Mexiko, dafuer auch billiger und natuerlich auch langsamer, weil der Bus an jeder Ecke anhaelt, um Leute ein- oder auszuladen.
Auch sonst ist alles aelter und duesterer in den Staedten als in Mexiko, die Leute aber sehr freundlich und hilfsbereit.
Hier auch wieder Maisfelder in den unmoeglichst anzubauenden Haengen hoch an den Berggipfeln. Alles ist sehr gruen hier.
Jedoch missfeallt hier mir auch etwas: Muss man hier ungeheuer aufpassen, dass man nicht mehr bezahlt als die Einheimischen. Die wollen dich immer reinlegen, ob jetzt im Bus, an Essenstaenden und bei Bootfahrten. Der Preis ist naemlich fast nie angeschrieben und wenn man keine Einheimischen fragen kann, weiss man halt einfach nicht, wie teuer das wirklich ist. Dazu noch spaeter etwas.

Heute morgen ging ich dann in die Stadt Panajachel, die ist aber sehr haesslich und nur auf Tourismus eingestellt. Das schoenste in der Stadt ist die Kirche. Also entschied ich mich, heute auf die andere Seite des Sees zu fahren, zu San Lucas de Toliman. Dafuer musste ich ein Boot nehmen. Ein Typ lotste mich zum richtigen Boot und fragte mich dann, ob ich gleich bezahlen koenne. Ich zahlte ihn auch, aber es war der falsche, denn als ich am anderen Ufer ankam, musste man das eigentliche Ticket bezahlen, und der zwackte mir sogar noch 5 Quetzal (die Waehrung hier in Guatemala) mehr als den Einheimischen ab. Das merkte ich dann erst ein paar Sekunden spaeter.
Von diesem Ort musste ich dann noch ein Collectivo nehmen, ich kam knapp an einem Extrapreis herum, weil neben mir gerade ein Einheimischer stand.
Nun bin ich hier, es ist viel gemuetlicher hier, es hat fast keine Touristen. Morgen gehe ich einen Vulkan besteigen. Um 4 Uhr morgens gehts dann los... Man bruacht ca 7h bis zum Gipfel, es ist der hoechste Vulkan hier am See.

Mal schauen ob ich auf mag, aber das sollte schon moeglich sein.

Viele liebe Gruesse Samuel

Saturday, June 24, 2006

Hallo

Hier in San Cristobal de las Casas gefaellt es mir wirklich sehr gut. Die Stadt ist sehr schoen, ich wohne in einer guten Jugendherberge, die zusaetzlich noch billig ist...

So richtig viel habe ich aber hier gar noch nicht gemacht, die Stadt selbst ist einfach wunderschoen um einige Tage zu verweilen und mit den Kollegen von der Herberge ist es auch immer lustig.

Am Mitwoch ging ich einfach nur die Stadt anschauen und war dann am Abend mit ein paar anderen von der Herberge was trinken. Ich traf an diesem Abend zufaelligerweise noch einen Englaender, den ich in Zacatecas kennenlernte. War wirklich eine Ueberraschung!

Am naechsten Tag machte ich einen kleinen Ausflug in eine Tropfsteinhoehle, die aber nicht so ueberwaeltigend war. Es hatte nur sehr kleine Stalaktiten und Stalagmiten.

Freitags schaute ich dann das Schweizer Spiel gegen Suedkorea. Ich war auch nicht der einzige Schweizer da und da konnte ich mich wieder mal in schweizerdeutsch unterhalten, was wieder mal richtig entspannend war... Und am Abend lagen dann wieder ein paar Bierchen drin.

Heute ging ich in ein Indianerdorf (San Juan de Chamula) in der Naehe der Stadt. Dort war auch gerade noch ein spezielles Fest. Die Einheimischen sprechen auch einen eigene Sprache, die meisten koennen jedoch auch spanisch. Man darf dort auch keine Fotos machen, denn die wollen ein bisschen fuer sich allein sein. Man merkt auch, dass viele Menschen einem ein bisschen komisch anschauen, es hat aber auch Leute, die einem anlachen.

In diesem Dorf gibt es eine Kirche, dort ist sozusagen der Treffpunkt im Dorf. Die haben aber keine Altaere und Baenke, die Leute sitzen alle am Boden. Dazu hunderte von Kerzen. Die haben ein spezielles Ritual: Die Menschen sitzen am Boden und trinken Limonaden wie Cola, Fanta oder Sprite mit Kohlensaeure, dass sie nachher Ruelpsen koennen. Durch diesen Vorgang gehen angeblich die boesen Geister aus ihren Koerper. Ihr Glaube ist aber ein bisschen aehnlich dem katholischen.

Vor der Kirche auf dem Hauptplatz war dieser Markt, der eigentlich nichts besonderes war. Dafuer voll mit Indios, die alle mit ihren volkstuemlichen Trachten herumlaufen und sehr farbig sind. Zusaetzlich war da noch das Fest mit Musik, Knallpetarden und viel Rummel. Wir waren am Morgen da (ich ging mit ein paar anderen von der Herberge), jedoch hatte es da schon stockbetrunkene Indios, die kaum mehr Laufen konnten. Die haben einen speziellen Likoer dort, aber wenn Fremde den trinken, empfinden sie das als unhoeflich. Auch am Abend dort zu sein waere relativ gefaehrlich, weil die Indios sehr viel trinken und dann agressiv gegen Fremde sein koennten.

Wir gingen dann sowieso wieder, weil es alles in allem nur die Kirche und den Markt zu sehen gab, und weil am Nachmittag natuerlich noch das Mexiko Spiel gegen Argentinien war. Wir gingen in eine Bar, die war bumsvoll und es war eine riesen Stimmung dor. Die Mexikaner schrien und pfiffen, man verstand das eigene Wort fast nicht... Am Ende reichte es dann doch nicht ganz fuer Mexiko, jedoch haben sie ein gutes Spiel gezeigt, finde ich. Habt ihr den Match auch gesehen?
Heute Abend geh ich dann noch ein bisschen in den Ausgang... Mal sehen wiel spaet es wird, aber morgen kann ich eigentlich ausschlafen.

Ich gehe dann morgen oder Montags zu den Lagos de Montebello, die sollten sehr schoen sein. Auch nach deinem Kommentar, Rosmy. Man bekommt hier uebrigens schon was mit ueber von den Lehrerprotesten in Oaxaca. Jedoch ist diese Seite sehr detailliert und es war sehr interessant, mehr darueber zu erfahren. Denn in den Medien wird halt doch sehr Staatstreu berichtet. Fuer alle die mehr erfahren wollen ist diese Seite wirklich zu empfehlen, auch mit guten Hintergrundinformationen ueber die Lebensbedingungen der Indios. Hier nochmal:

http://www.chiapas.ch/index.php

Danke Rosmy!

Ach ja, fuer euch Inlinejungs ist die Saison ja zu Ende. Habt ihr gut gefeiert, auch wenn die einten oder anderen Resultate euch vielleich nicht voll zufriedenstellen?

Dann mache ich mal Schluss und geniesse vielleicht den letzten Abend hier. Fotos dann wieder mal spaeter...

Tuesday, June 20, 2006

+ Bilder Tuxtla Gutierrez

Ich bin jetzt uebrigens in San Cristobal de las Casas, ca 1h von Tuxtla Gutierrez entfernt. Aber auch hoeher gelegen, darum ist es hier angenehm kuehl. Ich kam soeben hier an und gehe nun noch ein bisschen herumspazieren, es ist schon 7Uhr am Abend.

Heute morgen war ich im Zoo von Tuxtla, der beinhaltet verschiedene Tiere wie Krokodile, Papageien, Pumas, Leoparden, Tiger... Ist eigentlich logisch, ohne Tiere waers ja kein Zoo, nicht?

Bis zum naechsten Mal, viele Gruesse

Monday, June 19, 2006

Hoi zeamae

Meistens kommt immer alles anders als man denkt. Am Abend vor meinem Abflug, vorgestern, wollte ich eigentlich frueh ins Bett, weil ich am Morgen um 5Uhr aufstehen musste. Das heisst wollte...
Ich ging also am Abend was Essen in einer Beiz. Nach dem Essen kam ich dann mit dem Wirt ins Gespreach, der servierte mir dann ein gratis-Bier nach dem anderen. Schlussendlich wollte ich bezahlen, jedoch wollte er mein Geld nicht annehen! Das ist immer so bei den Mexikanern, die bezahlen alles und wenn du mal was zahlen willst, lehnen sie ab und nehmen auch nachher kein Geld an. Nachher gingen wir dann noch in eine Bar was trinken, dort bezahlte dann ich, was nicht besonders billig war, bei den Bieren und Tequilas... Ich kam dann ungefaehr um 2 Uhr ins Bett, ich hatte ca 3h Schlaf...
Am Morgen hoerte ich leider den Wecker nicht, zum Glueck hatte ich aber ein Taxi bestellt und gesagt, in welchem Zimmer ich sei. Der Portier weckte mich dann kurze Zeit spaeter und ich kam rechtzeitig zum Flughafen.

Der Flug ging dann aber problemlos. Natuerlich waere es mit ein bisschen mehr Schlaf angenehmer gewesen, aber was solls. Ich kam um etwa um 3 Uhr in Tuxtla Gutierrez an, am Abend ging ich dann noch ein Sandwich und ein Glace essen. Die Nacht ging dann nicht so gut, weil ich ein zweites Mal Durchfall hatte. Ich hatte aber meine Tabletten zur Stelle und so hatte das Ganze heute morgen ein Ende, zum Gleuck! Ich weiss nicht woran es gelegen hat, dieses Glace war von einem Geschaeft und nicht von der Strasse, jedoch war es ein bisschen verlaufen... Heute fuehlte ich mich aber ziemlich leer.

Ich ging machte aber doch einen Ausflug in einen Canyon: Canon del Sumidero. Ein riesiger Canyon mit einem Fluss, der zu unterst hindurchfliesst. Man kann mit einem Boot hindurchfahren, ca 2h hin und zurueck. Das ganze ist ueberwaeltigend, man ist in diesem schmalen Canyon und sieht direkt an die fast senkrecht heraufragenden, bis 1000m steilen Felswaende hinauf. Dazu Krokodile, Affen und Voegel wie Pelikane. An den Haengen ist alles gruen, ueberwachsen mit Baeumen, Bueschen, Agaven und Kakteen. Ein voelliger Kontrast zu Nordmexiko!

Morgen gehe ich in einen Zoo und vielleicht einen Wasserfall besichtigen. Die Stadt selbst hat nicht viel zu bieten.

Ich sollte dann schluss machen, ich bin der letzte im Internetcafe und die Mueter hie will oepe zue mache.

Bilder dann morgen.

Viele Gruesse

Saturday, June 17, 2006

Hallo

Ja ja Bruno, als ob du so sportlich waerst...

Gestern kam ich also hier in Ciudad Juarez an, die Fahrt ging durch karge Berglandschaften und Wuestenebenen. Eigentlich wollte ich heute dann die Wueste von Nahe anschauen gehen, jedoch gibt es dorthin gar keinen Bus, was in meinem Reisefuehrer ein bisschen anders beschrieben war.

Dann ging ich halt zum Flughafen, um einen Flug in den Suedwesten von Mexiko (Tuxtla Guiterrez, Chiapas) zu buchen. Doch fuer heute gab keinen Flug und so machte ich heute einen Freitag. Morgen (Sonntags) um 7Uhr fliegt mein Flugzeug hier ab. Ich muss ueber Mexiko City, um dann am Nachmittag einen anderen Flug bis Tuxtla Guiterrez zu nehmen. Dort sollte alles gruen sein, nicht wie hier, hier ist alles staubig und karg... Aber auch das hat seine schoenen Seiten!

Ciudad Juarez ist relativ haesslich, es ist eine Zwillingsstadt an der Grenze zu den USA. Viele Amerikaner kommen hierher, um billig einzukaufen und um zu trinken, weil Alkohol in Mexiko ab 18Jahren erlaubt ist und in den USA erst ab 21. Die Stadt besteht hauptsaechlich aus Geschaeften. Hier auf der mexikanischen Seite sieht es wahrscheinlich gleich aus wie in El Paso, auf der Amerikanischen Seite. Also nicht gerade der ideale Ort um einen Tag mehr zu verweilen, aber was solls, ich habe keine andere Wahl...

Dann wuensche ich mir einen angenehmen Flug morgen und euch ein erholsames Wochenende!

+ Bilder Chihuahua und Ciudad Juarez

Lieber Gruss Saemi

Thursday, June 15, 2006

Sali zaemae

Ich konnte den Schweizer Match dann wirklich in einer Bar anschauen, er lief um 10Uhr Morgens hier. War ja wirklich nicht das hochklassige Spiel, aber mit ein bisschen mehr Glueck haetten die Schweizer gewinnen muessen!
Es war ein bisschen komisch in Creel, es war das erste Mal seit der Zeit von meiner Sprachschule in Oaxaca, dass ich wieder Schweizer getroffen habe. Aber jetzt gleich alle auf einmal! Zuerst war es eigenartig, wieder mal Schweizerdeutsch zu sprechen... Am ersten Tag waren wir 3 Schweizer und jeden Tag kamen wieder 1 oder 2, und dazu noch ein paar Franzosen, mit denen ich dann den Match schaute.

Am selben Tag gingen wir dann diesen Canyon anschauen. Ich machte das mit einer Tour, weil das die einzige Moeglichkeit war, an diese Aussichtspunkte zu kommen. Eigentlich nicht so meine Art, aber fuer ein Tag zwischendurch auch nicht uebel.
Die Canyons sind wirklich riesig, man hat einen grossartigen Blick tief hinunter und weit in die Ferne!

Am neachsten Tag ging ich mit 5 anderen zu warmen Quellen. Ca 40km hin und zurueck mit dem Bike. Die waren aber nicht so trainiert, und es gab immer wieder recht happige Steigungen, was mir zwar gefiel, ich musste aber auf jeder Anhoehe 5 bis 10min auf die anderen warten... Und zu allem Uebel hatten einige auch Probleme mit den Ketten, die dauernd wieder rausfielen. Einige wussten gar nicht wie man richtig die Gaenge schaltet und probierten mit dem hoechsten Gang den Berg hinaufzufahren. Im nachhinein wunderten sie sich dann, wie ich ueberhaupt da raufkomme... Insgesamt war es aber recht unterhaltsam, obwohl wir halt ein bisschen laenger brauchten.
Am Ende des Weges zu den Quellen mussten wir dann noch 3km in eine 600m tiefe Schlucht hinabsteigen. Mit dem Bike waere es unmoeglich gewesen, wieder hinaufzufahren, weil der Weg so schlecht und steil war. Unten angekommen, waren wir dann erstmal negativ ueberrascht, denn das sah aus wie ein Swimmingpool. Jedoch war es dann doch relativ relaxend, ein schoenes Bad zu nehmen.
Den Rueckweg mussten wir dann in der prallen Sonne in Angriff nehmen, und der Weg ging wirklich sehr steil hinauf. Oben angekommen, gings dann wieder auf die Raeder, 2 oder 3 meiner Freunde waren da schon fast am Ende. Diese konnten dann mit einem Jeep eine kurze Strecke mitreiten. Zu hause angekommen, gabs dann erstmals ein gutes Znacht und dann goennten wir uns unser verdientes Bier!

Es war sehr angenehm in Creel, da jeden Tag wieder andere Leute kamen, und jeden Tag tranken wir ein paar Bierchen in einer Bar, in der es fuer das erste Bier ein gratis Tequila gab! Das kann man sich ja nicht entgehen lassen...

Heute machte ich mich dann auf den Weg nach Chihuahua. Am Nachmittag um 2Uhr kam ich an. Und es ist extrem heiss hier. Normalerweise ist es kuehler, wenn es windet, dieser Wind hier ist aber so heiss, dass man denkt, dass man in den naechsten Sekunden wie ein Huehnchen dahinbrutzeln wuerde.
Insgesamt ist die Stadt nicht besonders interessant. Morgen gehen ich wahrscheinlich weiter nach Ciudad Juarez, das liegt ganz im Norden von Mexiko an der amerikanischen Grenze. Die Stadt ist nichts spezielles, ich moechte aber doch mal die Wueste hier sehen, und von dieser sollte es dort sehr viel geben...
So wie ich jetzt plane, werde ich dann von dort nach Chiapas in den Sueden von Yucatan fliegen.

Uebrigens habe ich mir vor ca. 1Woche endlich die Haare schneiden lassen. Ich war in Mazatlan bei einer Coiffeuse, die schwafelte was vom grossen Tag des Herrn, der sehr nahe sei. Ich wuerde das noch am gleichen Tag spueren, jedoch merkte ich nichts besonderes. Ausser dass es immer noch gleich heiss war wie vorher, hatte sich nicht viel veraendert. Vielleicht um meinen Kopf herum war es ein bisschen angehehmer...

+ Bilder von Creel auf dem Fotoalbum

Dann motiviert euch wieder mal was in meinen Blog zu schreiben und viele Gruesse

Monday, June 12, 2006

Hola

Die Fahrt von Los Mochis nach Creel war wirklick eindruecklich, Tunnels, Kurven und Bruecken. Die Strecke fuehrt durch einen Canyon, vorbei an tiefen Abgruenden, Baechen und Pinienwaeldern. Aber das alles scheint fast endlos, als ich jedenfalls gestern ankam, war ich ziemlich muede. Ich schlafe hier in einem Hostel, sehr billig, die Leute sind sehr freundlich und Fruehstueck und Abendessen sind sogar inklusive!

Heute ging ich mit einer Koreanerin biken, sie war jedoch nicht so trainiert und gab nach ca. 2km auf... Also ging ich alleine weiter, ca. 25km. Ich bin jedenfalls ziemlich muede jetzt. Hier gibt es verschiedene Orte, die mit dem Bike gut zu besichtigen sind: Grosse Felsen, eine Art Elefantenfelsen?, ich weiss nicht, einen See inmitten einem Pinienwald und ueberall die Huetten der einheimischen Leute hier, die Tarahumaras, die leben teilweise in Felshuetten und sehr einfachen Haeuschen. Die ganze Gegend hier ist sehr schoen, ausser das Dorf, aber es hat ein Internetcafe, Restaurants, Banken, Bars. Ich glaube es hat sich wirklich ziemlich viel veraendert hier seit du da warst, Mares! Und ich glaube nicht, dass ich 3Wochen hier bleiben werde... Vielleicht 2 oder 3Tage.

Morgen werde ich mit ein paar andern vom Hostel einen Canyon besichtigen, ich hatte ihn schon vom Zug aus gesehen, jedoch nur sehr kurz. Es jat noch heisse Quellen hier, die auch gut per Bike zu erreichen sind.
Hier gibt es auch Wasserfaelle, leider sind die zu dieser Jahreszeit ziemlich trocken und es lohnt sich nicht wirklich, dorthin zu gehen.

Mal schauen, ob ich morgen Zeit habe, den Fussballmatch der Schweiz zu sehen, der wuerde hier naemlich um 11Uhr am Morgen laufen: 6h Zeitverschiebung.

Leider mal wieder ein Computer, an dem mein USB Kabel nicht funktioniert. Dann muesst ihr halt mal ohne Bilder auskommen!

Also hopp Schwiiz und viele Gruesse diesmal auch an Cilly!

Saturday, June 10, 2006

Hallo

Ich habe uebrigens noch ein paar Bilder aufs Album geladen: Ordner Mazatlan.

Ich bin jetzt in Los Mochis, nach 7h Fahrt und es ist wirklich sehr heiss hier. Zum Glueck ist das Internetcafe klimatisiert und momentan habe ichs sehr angenehm.
Morgen gehts dann auf die Eisenbahnreise. Der Zug faehrt um 6Uhr am Morgen ab! Mal schauen ob ich auf mag... 9h Fahrt nach Creel, ein Zwischenstop auf dem Weg nach Chihuahua. Ich werde vielleicht 2Tage in Creel bleiben, um Wanderungen in die riesigen Canyons zu unternehmen.

Auf die Frage, ob die Fussball-WM hier auch ein grosses Thema sei: Ja, denn die Mexikaner sind Fussballverrueckt, Fussball ist die beliebteste Sportart im Land. Morgen spielen sie glaube ich das erste Mal, gegen Israel, wenn mir recht ist. Fast alle Mexikaner, die ich bisher gefragt habe, sind fest ueberzeugt, dass Mexiko gewinnen wird. Es gibt aber auch Skeptiker, die der Mannschaft nichts zutrauen... Aber wir werden es sehen.
Ich habe morgen leider keine Zeit, das Spiel anzuschauen. Aber wenn ich mal Zeit habe und in irgendwelcher Bar mal ein Spiel laeuft, werde ich es sicher anschauen. Kommt ganz auf meinen Zeitplan drauf an. Ich schaue mir aber immer die Spielberichte im Internet an und hoffe, dass ich mal ein schweizer Spiel im Fernsehen sehen kann.

Dann gehe ich noch ein bisschen in die Hitze und dann frueh ins Bett! Morgen gehts in die Hoehe, dort wird es wieder angenehmeres Klima sein.

Gruesse

Friday, June 09, 2006

Hola

Ist eigentlich der Sommer eingekehrt bei euch? Bei mir jedenfalls ist es so richtig heiss, denn ich bin in Mazatlan, das liegt auf einer Halbinsel der Pazifikkueste. Am Tag schwitzt man sich eins ab, nur wenn man ins Meer geht, gibts ein bisschen Abkuehlung. Das Meer ist jedoch recht warm, aber was solls. Und am Abend ist es auch nicht wirklich kuehler...

Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sehen. Mazatlan hat ein kleines Koloniales Zentrum, rundherum sieht es aus wie in jeder mexikanischen Vorstadt. Hier gibt es auch so eine Touristenzone, nur mit Hotels und vielen Bars und Discos. Gestern Abend ging ich da mal reinschauen, und kam dann morgens um 6Uhr wieder in mein Hotel zurueck... Um auszugehen ist es super dort, jedoch am Tag fuehlt man sich wie in den USA. Mein Hotel ist uebrigens im alten Zentrum, ca 200m vom Meer entfernt. Super Lage. Im Zentrum hat es auch weniger Touristen, weil die Mehrheit in dieser Touristenzone bleibt, ist auch gut so...

Ich war jetzt 2 Tage hier in Mazatlan, und Morgen werde ich nach Los Mochis weiterreisen, dort soll es noch heisser sein als hier... Von dort dann in die Eisenbahnreise der beruehmten Kupferschlucht. Das ist ein Canyon, der ist groesser als der Grand Canyon in den USA.

Ich habe eigentlich nicht viel zu berichten, aber vielleicht ihr?

Viele Gruesse

Bilder dann morgen, ich habe leider mein Verbindungskabel grad nicht dabei.

Monday, June 05, 2006

Hola zusammen

Meine 2 Tage in Zacatecas genoss ich in vollen Zuegen. Ich schlief in einer
Jugendherberge, die beste, die ich bisher gefunden habe. Die Leute sind sehr
freundlich dort, es hat einen schoenen Aufenthaltsraum und eine Terasse mit
super Ausblick auf die Altstadt. Und wie ihr ja schon wisst, genuegend fluessiges...
Jedoch machte ich gar nicht so viel Gebrauch von diesem Kuehlschrank, denn
in der Stadt ist genuegend los, dass man nicht den ganzen Abend in der Herberge
verbringen muss.

Am Donnerstag abend kam ich in Zacatecas an und war ziemlich muede. Ich ging
dann bei Zeiten ins Bett. Am Freitag Morgen ging ich diese Mine anschauen.
War interessant, ich verstand jedoch nicht so viel vom Fuehrer, da er sehr
schnell spanisch sprach. Das Wichtigste konnte ich aber herauspicken. Anschliessend
fuhr ich mit einer schweizer Luftseilbahn auf die andere Seite der Stadt
auf einen Huegel. Von dort und von der Luftseilbahn hat man einen super Ausblick.
Dann gings zu Fuss zurueck in die Stadt. Anschliessend spazierte ich noch
ein bisschen in der Stadt herum.
Am Abend ging ich mit ein paar anderen von der Jugendherbergen an ein Strassenfest:
Eine Mariachi-Gruppe spielte auf der Strasse. Jeder bekam einen kleinen Becher,
den man um den Hals haengen kann. Dazu liefen zwei Personen mit Mezcalflaschen
herum und fuellten einen richtiggehend ab... Und das alles gratis! Die Musikgruppe
spielte an einem Platz ca. eine halbe Stunde, dann ging der ganze Tross weiter
durch die Strassen bis zum naechsten guenstigen Platz. Dazu wird getanzt,
getrunken und einfach gute Laune Stimmung verbreitet.
Etwa um Mitternacht war dann dieses "Festchen" vorbei und ich ging mit einem
Kollegen von Panama in eine aussergewoehnliche Disco. Diese befindet sich
in der Mine, die ich Morgens besichtigen war. Ca. um 3 Uhr war ich dann wieder
zu hause...

Am naechsten Tag stand ich dann wieder mehr oder weniger frueh auf. Ich ging
nach La Quemada, wieder mal eine Archeologische Ausgrabungsstaedte, etwa
1h von Zacatecas entfernt. Diese liegt auf einem Huegel mit Aussichten ueber
das ganze Tal und die Berge. Die Ruinen selbst waren nicht besonders interessant,
jedoch entschaedigte die Aussicht. Nachdem war ich ziemlich muede, denn mit
alldem Alkohol von der letzten Nacht war es ziemlich anstrengend, auf den
Huegel zu wandern...
Am Abend wollte ich dann mal wieder ins Bett gehen, jedoch kam an der Strasse,
an der meine Herberge liegt, wieder so eine Mariachigruppe vorbei mit vielen
Lueten hinterher. Also schliesste ich mich mit meinem Panamakollegen denen
an. Jedoch gabs dieses Mal keinen Mezcal, sondern nur so einen suessen Frauentrunk.
Wir kauften uns also sogleich eine Flasche Mezcal in einem Laden, die dann
fuer (fast) den ganzen Abend herhielt.
An diesem Fest lernten wir ein paar Mexikaner kennen, mit denen wir dann
in die naechste Bar gingen.

Am Morgen schlief ich ca. bis 10Uhr. Denn ich musste aufstehen und mich auf
die naechste Etappe vorbereiten. 5h Fahrt bis nach Durango. Hier kam ich
gestern an und musste dann wirklich mal nachschlafen... Heute Morgen ging
ich in die Stadt. Nicht viel Besonderes hier. Vorher wollte ich eine Wildweststadt anschauen gehen, die war jedoch geschlossen. Hat nur am Wochenende offen. Also bin ich jetzt wieder zurueck in Durango und habe ein bisschen Zeit um was zu schreiben.

Morgen gehts dann schon wieder weiter nach Mazatlan. Das liegt am Pazifik.
Wieder mal Sonne und Meer. Denn in der letzten Zeit regnete es immer wieder.
Die Temperaturen sind jedoch angenehm. Die Strecke von Durango nach Mazatlan
soll spektakulaer sein, mit Ausblicken in tiefe Schluchten und durch bizarre
Berglandschaften.

Wie lief das Wochenende bei euch?

Viele liebe Gruesse aus Wildwestmexiko mit einem Hauch von Mezcal...

+ Fotos Zacatecas und Durango

Friday, June 02, 2006

neue Bilder online!

Ordner: San Miguel, Guanajuato, San Luis

Thursday, June 01, 2006

Hallo zusammen

Nach ein paar aufregenden Tagen habe ich wieder mal Zeit, was in meinen Blog zu schreiben. Momentan bin ich in Zacatecas, eine schoene Kolonialstadt.

Aber von vorne:

In San Miguel de Allende ging ich am zweiten Tag einen botanischen Garten anschauen. Dieser war relativ gross und haette normalerweise auch einen See, jedoch zu dieser Jahreszeit hat es wenig Wasser und leider hatte es nicht mal eine Pfuetze. Dafuer gab es dort auch einen tiefen Canyon mit schoenen Ausblicken auch auf die Stadt. Insgesamt brauchte ich ca. 2 1/2h um den ganzen Park zu besichtigen. Ich habe viel zu viel Fotos gemacht, denn es hatte so viele verschiedene und schoene Pflanzen... Dieser Ausflug war eigentlich das schoenste an San Miguel, wie ihr ja schon wisst, gefielen mir diese Amis nicht besondes...

Am gleichen Tag gings dann weiter nach Guanajuato, eine Minenstadt in einem Talkessel eingeklemmt. Schon die Anfahrt mit dem Taxi vom Busterminal ist spektakulaer: Zuerst faehrt man durch Huegel und Berge und man hat ueberhaupt nicht das Gefuehl, dass es hier eine Stadt gibt. Ist man dann mal vor der Stadt, geht es in ein Tunnelsystem voll Strassen unter der Stadt, in dem sich wahrscheinlich nur Taxi- und Busfahrer auskennen, denn man sollte dann den Richtigen Ausgang erwischen, der ans Tageslicht fuehrt. Die Tunnel dienten frueher als Abfluss von Wasser. Die Stadt ist voll von engen und steilen Gassen und Straesschen und ist von der UNESCO als Weltkulturerbe geschuetzt. Ich schlief dort in einer Herberge und am Abend trank ich mit zwei Japanern ein paar Bierchen... Am naechsten Tag ging ich dann ein aussergewoehnliches Museum anschauen. Ein Mumienmuseum. Man hat die Leichen wieder ausgegraben und die sind sehr gut erhalten, man schreibt das den speziellen Mineralien im Boden zu. Insgesamt sicher 100 Mumien. Anfangs ist das noch interessant, irgendwann aber beginnt es ein bisschen makaber zu wirken. Danach brauchte ich was gutes zu Essen...
Die Stadt war sehr interessant, rundherum gibt es aber keine besondere Sehenswuerdigkeiten, also ging es dann nach einer Nacht schon wieder weiter nach San Luis Potosi.

Am Abend hatte ich noch ein bisschen Zeit die Stadt anzuschauen, ging dann aber beizeiten schlafen, denn am naechsten Tag stand mir ein langer Ausflug bevor. Ich ging nach Real de Catorze, eine alte, fast verlassene Minenstadt hoch in den Bergen. Fahrzeit ca 4 bis 5h. Schlussendlich muss man umsteigen in einen kleineren Bus, mit dem man durch einen Tunnel faehrt. Normale Busse kommen dort nicht durch und es gibt keinen anderen Weg. Die Stadt selbst besteht fast nur noch aus Ruinen. Die Kirche, ein paar Restaurants und Hotels sind restauriert. Eine wirkliche Geisterstadt. Am Hoehepunkt der Stadtgeschichte lebten dort 50'000Menschen! Nach der mexikanischen Revolution wurde der Bergbau aufgegeben. Das Staedtchen hat man in einer halben Stunde gesehen. Jedoch kann man auf einen Berg wandern mit grandiosen Ausblicken auf die Stadt und die umliegenden Bergketten. Ueberall hat es verlassene Minendoerfchen, von denen nur noch die Ruinen stehen. Ich benoetigte ca 1 1/2h um hinaufzulaufen, ich war auch der Einzige, der dort hinaufging. Die anderen Turisten, nicht viele, aber ein paar, blieben alle in der Stadt. Gut fuer mich, ich hatte die ganze Natur fuer mich allein...
Ich war dann ca. um 11Uhr wieder in San Luis und heute Morgen ging ich die Stadt ein bisschen genauer anschauen. Nicht viel interessantes, aber insgesamt einige schoene Plaetze, Haeuser und Kirchen. Am Nachmittag ging es dann weiter nach Zacatecas. Eine alte und sehr schoene Stadt schon fast im Norden von Mexiko. Hier gibt es schon keine Baeume mehr, nur niedrige Buesche, Kakteen und Agaven. Mir gefaellt die Landschaft jedoch sehr, ein wirklicher Kontrast zu Zentralmexiko.

Morgen gehe ich dann die Stadt ein bisschen genauer anschauen und eine Mine besichtigen. Ich uebernachte hier in einer Jugendherberge mit super Ausblick auf die ganze Stadt, soger mit einem Kuehlschrank voll Bier. Also dann: Prost auf den Abend!

Das gleiche wuensche ich euch fuer das Wochenende wenn man nichts mehr voneinander hoert.

Viele Liebe Gruesse

Diese alte Scheisskiste erkennt leider meine Kamera nicht, die Bilder dazu werde ich dann Morgen nachliefern.